NRV Olympic Team

Glücklich wieder einer derjenigen zu sein, für die es gilt:... ́5 Minuten zum Start ́

Jesse Lindstädt segelte zusammen mit Vater Sven Lindstädt den ersten Wettkampf 2020 in der Katamaranklasse Formula 18 (F18) und holt sich nach einem nicht ganz erfolgreichen Start in die Regatta den Vizetitel.

Ausflug in den Formula 18 - Ein Bericht von NRV-Olympic Team Segler Jesse Lindstädt über seine erste F 18 Regatta der Saison:

"Wir haben alle lange darauf gewartet! Für einige unter Ihnen hat das andere ist es nicht mehr lang hin und für nicht wenige ambitionierte Segler steht der Saisonauftakt zum Regattasegeln noch in den Sternen. Ich kann mich glücklich schätzen, einer derjenigen zu sein, für die es wieder gilt:... ́5 Minuten zum Start ́...; denn vergangenes Wochenende durfte ich zusammen mit meinem Vater, Sven Lindstädt, zum ersten Wettkampf in 2020 in der Katamaranklasse Formula 18 (F18) antreten.

Die Regatta, die gleichzeitig die deutsche Meisterschaft der F18 bildete, fand auf der Ostsee vor Travemünde statt. Das Wetter war fantastisch! 25 Grad und klarer Himmel hoben die Vorfreude auf die erste Wettfahrt des Jahres. Eigentlich ist das Wetter aus Sicht eines Seglers nur zweitrangig, aber durch die warmen Temperaturen entwickelte sich an allen drei Regatta-Tagen ein thermischer Wind. Konstant ziehen Wind und Welle bei diesen Voraussetzungen, also ohne große Winddreher oder Böen, durch die Lübecker Bucht.

Viel besser konnten die Bedingungen also nicht sein.

Leider verlief der erste Tag nicht ganz nach unseren Erwartungen.
Die Kombination aus einem falschen Trimm und schlechten Starts führte dazu, Rennen für Rennen nur im Mittelfeld zu liegen. Doch zur letzten Wettfahrt des Tages hatten wir unser Boot endlich den Bedingungen angepasst und konnten durch einen guten Start einen Tagessieg nach Hause fahren.

Die zwei darauffolgenden Tage verliefen ähnlich wie der Abschluss von Tag 1. Wir kämpften mit den Gebrüdern ‚Sach ́ am Start um die Platze eins und zwei. Während der Wettfahrt war durch den Ostwind taktisch nicht viel wieder gut zu machen. Somit separierten wir uns während des Rennes zügig vom Rest des Feldes und kämpften tatkräftig um Platz Eins und Zwei. Mal gewannen wir, mal die Formula 18 Weltmeister Sach.

Leider kam unser Leistungssprung zu spät. Platz Eins wurde unerreichbar.

Dennoch sind wir mit dem Vizemeister Titel sehr zufrieden und haben fürs nächste Jahr noch ein wenig Platz nach oben gelassen.

Ich persönlich konnte aber viel aus den harten Startkämpfen lernen.

Ich wünsche allen Seglern, bald wieder um Tonnen zu kreisen, sich mit anderen in Ihrer Bootsklasse messen zu dürfen und um Platzierungen zu kämpfen.

Nun widme ich mich wieder dem Nacra 17 Segeln und arbeite gemeinsam mit meiner Teampartnerin, Jara Seide, intensiv in Richtung der Kieler Woche und der Europameisterschaft im Oktober am Attersee (Österreich).

Bis bald an der Alster! Jesse Lindstädt